Neues Logo

Für mein neues Logo habe ich mir die „Triskele“ ausgesucht, die wunderbar zu meiner Arbeit passt. Sie ist ein bekanntes keltisches Symbol, welches u.a. das Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele symbolisiert. Darüber hinaus:

  • In Bezug auf die Zeit: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft 
  • Kindheit, Reife und Alter
  • Geburt, Leben und Tod
  • Die Vereinigung der drei Elemente: Erde, Wasser und Luft
  • Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Nacht

Außerdem symbolisierte sie die Vorwärtsbewegung: Wie das Leben, das immer in Bewegung ist und niemals stillsteht.

Natur tut gut!

Naturaufenthalte fördern unsere Gesundheit ganzheitlich. Sowohl auf psychischer, physischer als auch sozialer Ebene. Der Wald hat unzählige positive Einflüsse:

  • Senkung des Blutdrucks
  • Reduktion von Stress
  • Förderung der Gesundheit des Herz-Kreislauf- und des Stoffwechselsystems
  • Senkung des Blutzuckerspiegels
  • Erhöhung der Schmerzschwelle
  • Zunahme von natürlichen Killerzellen
  • Verbesserung der Energie und Tatkraft
  • Steigerung der Konzentration und Gedächtnisleistung
  • Linderung von Depressionen

Edward O. Wilson formulierte darüber hinaus die sogenannte „Biophilia-Hypothese“. Nach ihr ist es ein menschliches Grundbedürfnis, in Verbindung mit der Natur zu sein. Wir sind Teil der Natur und tief in ihr verwurzelt. Deshalb wirken Naturaufenthalte in der heutigen digitalen Zeit – die fern jeglicher Natürlichkeit ist – so positiv auf uns Menschen.

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Verbundenheit statt Einsamkeit

In unserer modernen Gesellschaft fühlen sich viele Menschen einsam und es gibt immer mehr, die offen darüber sprechen. Ungefähr jeder Zehnte in Deutschland leidet unter dem Gefühl der Einsamkeit. Über acht Millionen Menschen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeglichen Alters. Das war schon vor Corona so und hat sich durch die Auswirkungen der Pandemie verstärkt.
Es gibt Menschen, die sich freiwillig für das Alleinsein entscheiden und sich damit wohlfühlen. Alleinsein heißt nicht zwangsläufig einsam zu sein, denn selbstgewählt und selbstbestimmt tut es gut. Wenn wir uns jedoch Kontakt wünschen und diesen nicht bekommen, tut es weh. Schlimmer noch: es macht uns langfristig krank.
In Verbindung zu sein mit anderen ist ein Grundbedürfnis von uns Menschen. Mit sich selbst verbunden zu sein ist wiederum die Basis für jede Verbindung nach außen. Statt Verbundenheit erleben viele von uns jedoch Entfremdung.
Das Gefühl von Verbundenheit kann entstehen, wenn wir uns in einer zwischenmenschlichen Beziehung mit Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Fürsorge begegnen. Wenn wir uns gesehen und gehört fühlen. Es kann erstaunlicherweise aber auch dann entstehen, wenn wir alleine in die Natur gehen 💚 Warum ist das so?
Unsere Vorfahren lebten als Jäger und Sammler in der Natur und waren eng mit ihr verbunden. Sie war und ist unser Zuhause. Betreten wir heute unsere seit Urzeiten bekannte Heimat, können wir diese Verbundenheit wieder spüren. Über die Verbindung zur äußeren Natur verbinden wir uns mit unserer inneren Natur – mit uns selbst. Wir können uns als Teil eines größeren Ganzen erfahren.
„In die Natur gehen ist eine gute Strategie, seine eigene Einsamkeit zu überwinden.“ Manfred Spitzer
Einsamkeit fordert uns auf, neue Schritte zu überlegen und diese auch zu gehen.

Naturerleben

Heute habe ich ein Buch des bekannten Neurowissenschaftlers & Psychiaters Manfred Spitzer entdeckt, das voraussichtlich 2025 erscheinen wird und dessen Titel mich sofort angesprochen hat: „Naturerleben: Ins Grüne für mehr Gesundheit, Glück und eine bessere Gesellschaft.“

Beschreibung: „Wenn Sie Stress haben, gehen Sie einfach in den Wald oder schauen Sie auf das offene Meer. Sie werden merken, dass der Stress sofort nachlässt. Ist das wirklich so? Oder ist das romantischer Firlefanz und lediglich eine Zeitgeisterscheinung moderner Großstädter? Der bekannte Psychiater und Bestsellerautor Manfred Spitzer klärt uns auf, was es mit dem Naturerleben auf sich hat und warum Natur so wichtig für uns ist. 

Bereits 20 Minuten Naturerlebnis reichen, um den Cortisolspiegel deutlich zu senken. Das Stresshormon reduziert sich, wenn Menschen einige Zeit sitzend oder gehend im Grünen verbringen. Diese und eine ganze Reihe anderer Studien belegen, dass die Natur gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweist. Spitzer erklärt die positiven Wirkungen auf unsere körperliche und seelische Gesundheit, den sozialen Zusammenhalt der Gemeinschaft, die Verminderung von Aggressionen, Gewalt und Kriminalität, sowie die Anwendungsmöglichkeiten zur Steigerung unserer Kreativität. Er zeigt die krankmachenden Effekte Beton- und Asphalt-geprägter Großstädte, warum sozial Schwache am stärksten vom Naturerleben profitieren und wie mit relativ geringem Aufwand (und finanziellen Mitteln) das Wohlbefinden der Bevölkerung verbessert werden kann.“

Quelle: Buecher.de

 

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Ressourcen

Ressourcen sind Kraftquellen – wie die französische Wurzel des Wortes nahe legt, denn “Source” bedeutet “Quelle”. Es sind Quellen, aus denen man all das schöpfen kann, was man zur Gestaltung eines zufrieden stellenden, guten Lebens braucht, was man braucht, um Probleme zu lösen oder mit Schwierigkeiten zurecht zu kommen.

Das können sehr verschiedenartige Bedingungen sein, denn jeder Mensch ist anders, und jede Situation, jede Herausforderung und Lebensphase braucht andere Ressourcen.

Natürlich können Freunde, Partner, die Eltern oder wichtige Menschen in der sozialen Umgebung solche Ressourcen sein, aber auch persönliche Eigenschaften, Fähigkeiten, Kompetenzen. Auch das Aussehen oder die Ausstrahlung, die jemand hat, können Ressourcen sein. Sie können in der Bereitschaft und Fähigkeit zu besonderen Anstrengungen liegen oder einfach in der Art, wie man eben ist. Es können Hobbys sein oder wichtige Ziele im Leben, Überzeugungen, für die man eintritt, Ideen oder der Glaube, die Religion. Es können Vereine oder Gruppen sein, denen man angehört, aber auch materielle Dinge wie eine Wohnung, ein Haus, Geld oder ein Auto.

Wenn die Gegenwart nicht so viel hergibt, können es auch Erinnerungen, Erfahrungen in der Vergangenheit sein oder aber Hoffnungen für die Zukunft.

Quelle: H.G. Petzold, Das Ressourcenkonzept… (1997)

Schlaganfall erkennen

Schlaganfall erkennen mit der Merkhilfe „F-A-S-T“: Die Abkürzung F-A-S-T steht für einen Mini-Test, mit dem Schlaganfall-Symptome rasch erfasst werden können. Hinter den Kürzeln verbergen sich die Anfangsbuchstaben der englischen Wörter:

Face (Gesicht): Ist das Gesicht einseitig gelähmt? Um dies festzustellen, bitte den Patienten zu lächeln.

Arms (Arme): Kann der Betroffene beide Arme mit den Handflächen nach oben heben? Bei einer Lähmung ist nur das Heben eines Arms möglich, bzw. der Arm sinkt oder dreht sich, vor allem bei geschlossenen Augen, ab.

Speech (Sprache): Kann der Betroffene einen einfachen Satz nachsprechen? Der Satz muss korrekt wiedergegeben werden, die Sprache sollte dabei nicht verwaschen sein.

Time (Zeit): Sollte der Betroffene Probleme mit diesen Aufgaben haben, zählt jede Minute. Wähle die 112 und berichte vom Verdacht auf einen Schlaganfall.
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Abwehrmechanismen erkennen

Wir alle haben psychische Abwehrmechanismen. Sie sind Schutzmechanismen, die uns vor unguten Gefühlen schützen, Ängste verringern und unser seelisches Gleichgewicht erhalten sollen. Das ist natürlich, gesund und geschieht meist unbewusst.
Abwehrmechanismen sind sinnvoll und notwendig. Wie sonst sollten wir unseren Alltag meistern? Mit all den Einflüssen der Außenwelt und unseren eigenen Empfindungen, die uns ganz schön fordern und manchmal überfordern. Wir werden enttäuscht, verlassen, übergangen, mit Schreckensmeldungen überhäuft, erreichen manche Ziele nicht,… und finden trotzdem die Kraft weiterzuleben. Indem wir unerfreuliche Tatsachen und Gefühle abwehren, können wir inneren Konflikten aus dem Weg gehen.
Durch die Unterdrückung der Gefühle wird der innere Konflikt aber häufig verstärkt und drückt sich dann auf andere Art und Weise aus – wie nachfolgende Beispiele verdeutlichen.
➡️ Die Verdrängung ist einer der wichtigsten Abwehrmechanismen: Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, verbotene Triebe und unangenehme, schmerzliche, angstauslösende Erfahrungen werden aus dem Bewusstsein gedrängt und ins Unbewusste verschoben. Besonders beschämende oder peinliche Erlebnisse können nur schwer erinnert werden, wodurch z.B. Scham, Schuld, Angst oder Minderwertigkeitsgefühle abgewehrt werden. Auf der einen Seite schützt uns die Verdrängung und auf der anderen Seite kann sie uns krank machen. Wenn Belastendes unbewältigt und unbearbeitet bleibt und Triebimpulse verdrängt werden, kommen sie u.a. in Krankheitssymptomen wieder zum Vorschein. Konflikte müssen ins Bewusstsein geholt werden, um sie zu verarbeiten.
Beispiel: Als Kind hatte eine Frau nach der Scheidung der Eltern gegenüber ihrer Mutter starke aggressive Impulse. Sie wünschte ihr den Tod und hatte deshalb Schuldgefühle. Als Erwachsene kann sie sich nicht mehr an die Situation von damals erinnern. Bei der Pflege ihrer Mutter kommt es jedoch zu Angstsymptomen und psychosomatischen Reaktionen. Die negativen Gefühle gegenüber der Mutter wurden von ihr in der Kindheit verdrängt. Es war einfacher, diese im Unterbewusstsein zu vergraben, als auch noch den möglichen Verlust der Zuneigung der Mutter zu verkraften.
➡️ Ein weiterer Abwehrmechanismus ist die Verschiebung: Triebe und Impulse gegenüber einer Person werden auf andere Personen oder ein Lebewesen übertragen. Dadurch wird das Ausleben des Impulses möglich, ohne dass die eigentlich gemeinte Person berührt wird und man folglich keine Sanktionen fürchten muss.
Beispiel: Der Ärger über den Chef wird nicht am Arbeitsplatz, wo die Gefühle entstehen, sondern zu Hause in der Familie ausgedrückt. Oder: Die Wut auf den eigenen Vater wird am Haustier ausgelassen.
Eine Aggressionsverschiebung kann sich auch gegen die eigene Person richten. Dies ist häufig der Fall, wenn die Aggression eigentlich einer wichtigen Bezugsperson gilt, aber das Ausleben diese Beziehung gefährden würde. Autoaggressionen haben häufig Appellcharakter, im Sinne von „Ich möchte gesehen und wahrgenommen werden“.
➡️ Die Projektion ist ebenfalls ein häufiger Abwehrmechanismus.: Unerlaubte und verdrängte Regungen, Eigenschaften, Schwächen oder Probleme, die eine Person bei sich selbst nicht akzeptieren kann, nimmt sie bei anderen Personen wahr und kritisiert sie.
Beispiel: Ein Mann hat Aggressionen gegenüber einem Kollegen und nimmt die eigene Aggressivität nicht bewusst wahr. Er erlebt seinen Kollegen als aggressiv, obwohl dieser es nicht ist. Oder: Wir nehmen es selbst nicht so genau mit der Wahrheit und unterstellen anderen häufig, dass sie lügen.
Es gibt noch unzählige weitere Abwehrmechanismen. Wir verleugnen, isolieren, intellektualisieren, kompensieren, identifizieren, vermeiden, dissoziieren,… u.s.f.
Wenn Abwehrmechanismen eine Extremform einnehmen und uns Probleme bereiten, sollten wir versuchen, diese zu erkennen und zu überwinden. Gerne unterstütze ich dich dabei ❤️
Sie zu kennen hilft, unser eigenes Denken, Fühlen und Handeln und das der anderen Menschen besser verstehen zu können.
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Narzissmus oder Selbstliebe

Pathologischer Narzissmus oder gesunde Selbstliebe? Dem Mythos nach, wird Narziss aufgrund seiner Schönheit sowohl von Männern als auch von Frauen umworben, die er allesamt verschmäht und zurückweist. Narziss wird wegen dieses Verhaltens von der Göttin Nemesis mit unstillbarer Selbstliebe bestraft. Als er eines Tages sein Spiegelbild an einer Quelle erblickt, verliebt er sich in dieses und verbringt von nun an Tag und Nacht dort. Schließlich ertrinkt er im Versuch, das geliebte Wesen zu umarmen. An der Stelle, an der er zuvor gesessen hatte, wächst eine Narzisse.

Heutzutage wird die Bezeichnung „Narzissmus“ schon fast inflationär gebraucht. Im Alltag bezeichnen wir Menschen so, wenn diese sich übermäßig attraktiv oder in sonstiger Hinsicht überragend finden, sich egoistisch, arrogant oder rücksichtslos verhalten.

Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung ist aber tiefgreifend und wie folgt definiert: Die Betroffenen haben (nach DSM) eine übertriebene Vorstellung davon, wie wichtig sie selbst sind. Sie fordern und erwarten, ständig von anderen bewundert und gelobt zu werden. Gleichzeitig können sie nur in eingeschränktem Umfang die Perspektiven anderer Menschen einnehmen. Die Störung beginnt in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter. Es müssen mindestens fünf der folgenden Kriterien erfüllt sein:

1. Die Betroffenen haben ein grandioses Verständnis der eigenen Wichtigkeit. Sie übertreiben zum Beispiel ihre Leistungen und Talente oder erwarten ohne entsprechende Leistungen, von anderen als überlegen anerkannt zu werden.
2. Sie sind stark von Phantasien über grenzenlosen Erfolg, Macht, Brillanz, Schönheit oder idealer Liebe eingenommen.
3. Sie glauben von sich, „besonders“ und einzigartig zu sein. Deshalb sind sie überzeugt, nur von anderen „besonderen“ oder hochgestellten Menschen verstanden zu werden oder nur mit diesen Kontakt pflegen zu müssen.
4. Sie benötigen exzessive Bewunderung.
5. Sie legen ein hohes Anspruchsdenken an den Tag. Das bedeutet, dass sie die übertriebene Erwartung haben, dass automatisch auf die Erwartungen eingegangen wird oder dass sie besonders günstig behandelt werden.
6. Sie verhalten sich in zwischenmenschlichen Beziehungen ausbeuterisch, das heißt, sie nutzen andere aus, um ihre eigenen Ziele zu erreichen.
7. Sie zeigen einen Mangel an Einfühlungsvermögen, das heißt, sie sind nicht bereit, die Gefühle oder Bedürfnisse anderer zu erkennen, zu akzeptieren oder sich in sie hineinzuversetzen.
8. Sie sind häufig neidisch auf andere oder glauben, andere seien neidisch auf sie.
9. Sie zeigen arrogante, hochmütige Verhaltensweisen oder Ansichten.

Im Gegensatz zum Narzissten muss sich ein Mensch mit gesunder Selbstliebe nicht künstlich erhöhen. Er nimmt sich so an, wie er ist – mit allen (vermeintlichen) Fehlern und Schwächen. Fühlt sich als Teil der Welt und nicht als Mittelpunkt dieser. Hält sich für genauso wertvoll wie andere Menschen und braucht nicht deren permanente Bewunderung. Sucht nicht immerzu die Bestätigung von außen, dass er liebenswert ist. Dem bekannten Sozialpsychologen Erich Fromm zufolge ist Selbstliebe sogar die Grundvoraussetzung dafür, jemand anderen lieben zu können ❤️

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Muße

Zur Muße gehört die innere Bereitschaft in der Gegenwart zu verweilen und dann Ruhe zu finden. Der Psychologe Prof. Dr. Stefan Schmidt („Sonderforschungsbereich Muße“ der Uni Freiburg) sagt: „Muße ist so eine Orientierung in der Gegenwart, es hat was mit Freiheit zu tun, es hat was mit Gelassenheit zu tun, und es hat was mit Unproduktivität in dem Sinne zu tun, dass ich jetzt nicht funktional unterwegs bin. Das, was ich gerade tue, genügt mir.“

„Je mehr ich in Unruhe und Tätigkeit im Tun-Modus und in Produktivität unterwegs bin, desto mehr gewöhnt sich mein inneres Sein, mein Geist, auch an diesen Punkt. Wenn man dann mal die Zeit hat, dann findet man die Ruhe nicht mehr, weil man ja innerlich schon so auf Unruhe gepolt ist.“

(Quelle: www.deutschlandfunkkultur.de)

Schutz vor Zecken

Bei Aufenthalt im hohen Gras, Gebüsch oder Unterholz, bietet das Tragen geschlossener Kleidung (feste Schuhe, lange Hosen, lange Ärmel) einen gewissen Schutz. Dadurch wird es einer Zecke erschwert, eine geeignete Hautstelle für eine Blutmahlzeit zu finden. Werden die Hosenbeine zudem in die Socken gesteckt, ist die Zecke gezwungen, auf der Kleidung nach oben zu laufen, was ihre Auffindung erleichtert. Die Anwendung von Repellentien (Akarizide) auf der Haut schützt ebenfalls, dieser Schutz ist aber zeitlich begrenzt. Falls geeignet (keine Fleckenbildung) sollten Repellentien auch auf die Kleidung aufgetragen werden. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper nach Zecken abgesucht werden und diese sofort entfernt werden. Insbesondere sollte man Kinder nach dem Spielen im Freien gründlich untersuchen. Zecken bevorzugen Stichstellen wie zum Beispiel Haaransatz, Ohren, Hals, Achseln, Ellenbeuge, Bauchnabel, Genitalbereich oder Kniekehle. Das Tragen von heller Kleidung erleichtert das Auffinden von Zecken. Katzen sollten bei Freigang im Grünen auch Repellentien zur Zeckenabwehr erhalten.

Da Zecken nicht sofort zustechen, sondern auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle zunächst auf dem Körper bzw. der Kleidung umher laufen, können sie durch regelmäßiges Absuchen bereits vor dem Stechen entfernt werden. Nach einem Einstich dauert es bis zu 1 bis 2 Tagen, bis Borrelien übertragen werden. Die Übertragung von FSME-Viren erfolgt dagegen schon innerhalb kurzer Zeit nach dem Stich. Das rechtzeitige Entfernen von Zecken vermindert also vor allem das Risiko einer Infektion mit Borrelien erheblich.

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sollte die Zecke sobald wie möglich herausgezogen werden. Dabei sollten möglichst alle Teile der Zecke entfernt werden, um eine Entzündung zu vermeiden. Hierzu greift man die Zecke mit einer Pinzette oder einem speziellen Zeckenentfernungsinstrument nahe der Hautoberfläche, also an ihren Mundwerkzeugen (niemals am vollgesogenen Körper!) und zieht sie langsam und gerade aus der Haut. Möglichst sollte die Zecke dabei nicht gedreht werden, und auf keinen Fall darf sie vor dem Entfernen mit Öl oder Klebstoff beträufelt werden. Dies würde das Tier unnötig reizen und könnte dazu führen, dass es seinen Speichel und somit mögliche Infektionserreger abgibt. Nach Entfernung der Zecke ist eine sorgfältige Desinfektion der Wunde empfohlen. Eine Bilderserie „Entfernung einer Zecke“ finden Sie auf den Internetseiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Link

Falls kein Zeckenentfernungsinstrument oder Desinfektionsmittel zur Hand ist sollte die Zecke trotzdem sofort entfernt werden (z.B. mit dem Fingernagel), da so der Übergang von Krankheitserregern verhindert werden kann.

Stand: 29.01.2018

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Quelle: Robert Koch Institut, Stand 29.01.2018